Das letzte Gespräch mit Frau Nieber liegt schon 2 Jahre zurück. Damals wurden die neuesten Entwicklungen rund um die Flüchtlingsunterbringungen diskutiert. Die damals bezogenen Häuser am Sophie-Scholl-Weg waren ebenso Thema wie die Nutzung eines Stockwerkes im Boardinghouse durch 10 Familien aus Afghanistan. Die Einrichtung einer Wohnheim für unbegleitete Minderjährige im Gewerbegebiet Süd wurde intensiv beleuchtet und wurde trotz verhaltener Zustimmung dann doch nicht umgesetzt. Die Bedenken galten besonders der ungünstigen Lage der Wohnung und der unklaren Betreuung der Jugendlichen.

Mittlerweile hat sich viel entwickelt. Die meisten Flüchtlinge haben sich im Stadtgebiet verteilt und anderen Wohnraum gefunden, andere Menschen haben in den Unterkünften am Sophie-Scholl-Weg Unterschlupf gefunden. Über eine neue Obdachlosenunterkunft wurde gestritten mit noch offenem Ende.

Wir wollten mit Frau Nieber Bilanz ziehen und überlegen, was in Ottenbeck sinnvoll, möglich oder notwendig erscheint. Dies bezog sich sowohl auf das Thema Flüchtlinge, als auch auf Straßennutzung  (Parkplätze, Gefahrenstellen…) oder andere Themen, die die Anwohnerinnen und Anwohner beschäftigen.

4.2.2019, 18 Uhr, Mensa des PFH, Airbusstr. 6

Mit gut 40 Nachbarn und Nachbarinnen wurde engagiert diskutiert und einige Aktionen wurden angestoßen.

Zur Gestaltung einer attraktiveren Ortsmitte bildete sich eine Gruppe, die nun, im Gespräch mit der Stadt und der Grundschule, die kleine Grünfläche vor der Grundschule angeht. Vielleicht könnten darauf Bänke, die beim Boardinghouse übrig sind, aufgestellt werden. Die Verteilerkästen könnten gestaltet werden oder eingeschalt werden, um aus dem Blickfeld zu geraten. Eine Verbreiterung der Grünfläche könnte mittelfristig angedacht werden.

Für die nicht vorhandene städtische Jugendarbeit entstand ebenfalls an dem Abend eine Gruppe aus Mitgliedern der Stadt, dem sozialen B&S Diensten und Mitgliedern des OF. Ein erster Treffen findet am 4.3. statt.

Die Parkplatzsituation wurde intensiv besprochen und gemahnt, dass die Fahrräder in Tempo 30-Zonen die Autostraßen mitbenutzen. Eine noch undefinierte Informationsarbeit an alle Nachbarn wurde gefordert, um die Tempobegrenzungen einzuhalten, den Umgang mit den abgesenkten Bordsteinen zu klären und die Vorsicht beim Parken vor Einmündungen zu schärfen.

Über die Notunterkünfte wurde gesprochen und geklärt, dass diese weiterhin nur zum Zweck der kurzfristigen Unterbringung von Flüchtlingen gedacht seien. Eine weitere Verwendung in der Zukunft wird von der Stadt mit den Einwohnern abgesprochen. Das Ottenbecker Forum wurde an mehreren Stellen und auch an dieser Stelle  von Frau Nieber als Mittlerfunktion ins Spiel gebracht.

Der Austausch wurde von allen Beteiligten als positiv wahrgenommen und wird sicher in Zukunft wieder vom OF initiiert.

 

 

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