Archiv für die Kategorie „Rund um Ottenbeck“

Hallo Nachbarn, liebe Mitglieder des Ottenbecker Forums,

der Winter geht – der Frühling kommt! Was leider bleibt, ist eine Menge Müll und Unrat an Wegen, in den Grünflächen und Spielplätzen.

Um das zu ändern hat das Ottenbecker Forum auch in diesem Jahr die Aktion

„Ottenbeck räumt auf“

organisiert.

Am 2.April 2011 trafen sich alle Helfer um 10:00 Uhr auf dem Marktplatz am Heidbecker Damm.

Mit Handschuhen und Bollerwagen haben wir dann den Stadtteil und Umgebung von allem befreit, was da nicht hingehört.

Unterstützt wurde die Aktion von der „Caffeetante“ und dem „Bio in Ottenbeck“, sowie vom Landkreis Stade. Mit dieser Unterstützung konnten wir alle Helfer zu warmen Getränken und einem Imbiss einladen

Vielen Dank an alle 80 fleißigen großen und kleinen Helfer!

Katrin Koch und Jan Meyer

Ottenbecker Forum e.V.

Ottenbeck räumt auf – Flyer

Ottenbecker Forum

Info – Gespräch Nr. 7

am 16.02.2011,

anwesend:

Bürgermeister Rieckhof, Vorstandsbüro Herr Marx, Bauoberrat Jacobs

Vorstand/Beirat Ottenbecker Forum:

Frau Winkler-Pedernera (Protokoll OF) , Frau Feistkorn, Herr Kaiser und Herr Fuchs

 

Folgende Themen wurden an- und besprochen:

1) Laubsammelaktion – Ausblick 2011 

Kosten: Stadt: 1200 €, OF 100€

Für die Laubsammelaktion in 2011 sollten die Sammelplätze auf ihre Anfahrbarkeit hin ausgewählt werden und das Aufschichten – nur – in losen Laubhaufen betont werden.

Zudem sollten hierzu zwei Pressemitteilungen (Anfang September 2011 u. Ende Oktober 2011) veröffentlicht werden, um die Bewohner früher zu informieren und die Beteiligung zu erhöhen. Die Stadt wird sich, wenn gewünscht, an den Pressemitteilungen beteiligen.

Abholungszeitpunkt Mitte November, da dann alles Laub liegt.

2) Strom und Wasseranschluss für Stadtteilfeste / Vorgehen „Park“ 

Bauoberrat Jacobs informiert zur allgemeinen Situation und den Möglichkeiten.

Etwaige Tiefbaumaßnahmen zur Herstellung eines Storm- bzw. Wasseranschluss werden in jedem Fall ausgeschlossen. Der Wasseranschluss über einen Hydranten könnte machbar sein, da dabei wenig Kosten entstehen.

Es wird vereinbart, dass die Verwaltung die Kosten einer einfachen, oberirdischen und mobilen Lösung für Strom ermittelt, die für den Einsatz bei sporadischen Festen genutzt werden könnte.

Zum weiteren Vorgehen im Park wird das OF in der nächsten Gesprächsrunde Planungen vorstellen. Eine Beteiligung der direkten Anwohner ist bereits erfolgt, deren Ergebnisse jedoch noch nicht mehrheitsfähig sind. Die Mithilfe durch die Uni Hannover ist weiterhin aktuell.

3) Mülleimer / Hundekot 

Das OF stellt anhand einer Planskizze mögliche Standorte zur Aufstellung von weiteren Mülleimern vor. Bgm. Rieckhof sichert zu, diese Planungen mit dem zuständigen FB I und den KBS zu besprechen. Das OF kann Aufkleber an die Mülleimer anbringen, damit das Thema noch bewusster an die Hundebesitzer herangetragen wird.

4) Kriminalität / Ansprechpartner 

Der zuständige Ansprechpartner bei der Polizei ist Herr Kolbe (tagsüber).

Generell sollte weiterhin bei der Polizei telefonisch gemeldet werden, wenn Anwohner (nachts) laute und scheinbar gewaltbereite Jugendliche bemerken, so dass dann die Streife im Wohnviertel Präsenz zeigen kann. Es gibt aber nur zwei Streifenwagen für den ganzen Nordkreis, daher sind diese oft in anderen Bereichen unterwegs.

Ottenbeck ist weiterhin in der Statistik ein sicherer Bereich. Die Flugblattaktion hat nach Rückmeldung durch Anwohner zum persönlichen Sicherheitsgefühl beigetragen und ist dadurch positiv zu bewerten.

5) Jugendarbeit 

Bgm. Rieckhof informiert, dass aufgrund von Personalkosteneinsparungen für den Stadtteil Ottenbeck zur Zeit und auch mittelfristig keine personellen Kapazitäten zur Verfügung stehen.

Das OF informiert, dass Gespräche mit der evangelischen Kirche aufgenommen wurden, ob durch die Kirche etwas Jugendarbeit angeboten werden kann. Auch dort sind die Ressourcen knapp.

6) Spielplatz Kurt-Tucholsky-Weg 

Der Spielplatz wird im Moment schon eifrig in seiner „Urwüchsigkeit“ bespielt.

Bauoberrat Jacobs teilt mit, dass der Auftrag für Garten- und Landschaftsbauarbeiten an die Fa. Jacobs erteilt wurde. Sobald die Witterung es zulässt, wird mit den Bauarbeiten begonnen. Die Spielgeräte sind bestellt und könnten im März geliefert werden. Die Baumstämme, Bänke und Schilder werden von den KBS geliefert und eingebaut. Die Kosten werden durch die Konversionsgelder gedeckt und sind für Infrastrukturmaßnahmen im Stadtteil reserviert.

7) Bahnübergänge – Sachstand 

Bgm. Rieckhof und Bauoberrat Jacobs informieren darüber, dass der Bahnübergang am Klaren Streck bereits in diesem Jahr gebaut wird. Die Aufträge sind bereits vergeben. Die Stadt beteiligt sich mit der Hälfte der Kosten.

In Riensförde hängt der Bau noch von der Gestaltung des Baugebietes Riensförde ab und wird evtl. noch in diesem Jahr umgesetzt.

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Umgestaltung Heidbeck, K 30 

Bauoberrat Jacobs informiert anhand von Lageplänen darüber, dass die kostenintensive Renaturierung der Heidbeck eng gekoppelt ist an den Verkauf der Gewerbeflächen rund um den Flugplatz. Die Gewerbeflächen werden sehr teuer und sollen in Zusammenhang mit AIRBUS, CFK verkauft werden. Eine Zeitfenster lässt sich noch nicht bestimmen.

Die Renaturierung beinhaltet eine ökologisch wertvolle Rückholung der Heidbeckkanäle an die Oberfläche, zum Teil mit Rückstaugebieten, zum Teil in Mäandern. Der Naherholungswert der Grünflächen wird dadurch auch größer.

9) Verkehrssituation im Claus-von-Stauffenberg-Weg am Kinderhaus 

Der Verwaltung sind bislang keine Verkehrsprobleme/-risiken vor Ort bekannt. Dies wurde auch bei einem Ortstermin und im Gespräch mit dem Einrichtungsleiter der Lebenshilfe bestätigt. Trotz allem wird eine verdeckte Verkehrsmessung durchgeführt. Das Ergebnis wird in der nächsten Gesprächsrunde vorgestellt.

10) Garagenhöfe 

Bauoberrat Jacobs informiert zum weiteren Vorgehen und der möglichen zukünftigen Bebauung.

Die Fläche ist verkauft, einschließlich der grünen Streifen zur Bahn und zum ehemaligen Elektrowerk (Osten). Die Bauplanungen für eine hauptsächliche Wohnbebauung laufen.

11) Umwelttag/Ottenbeck räumt auf 

Die Idee eines Umwelttages für den Stadtteil Ottenbeck wird angeregt.

Eine Finanzierung durch den Landkreis und die Bereitstellung der Müllcontainer sind einfach zu bewerkstelligen. Zeitpunkt wäre das späte Frühjahr.

Das OF wird sich diesbezüglich Gedanken machen und klären, ob es ausreichende Planungskapazitäten im Vorstand/Beirat gibt.

12) Bürgeraustausch mit der Verwaltung 

Bgm. Rieckhof signalisiert auf die Anfrage des OF hin Bereitschaft zur Teilnahme an einen Informationsabend/Jahr in Ottenbeck.

Bei diesem offenen Treffen könnten alle Anwohnerinnen und Anwohner sich mit Herrn Rieckhof austauschen. Dadurch wäre mehr Transparenz der Informationen, die das OF mit der Stadt bespricht und mehr Nähe zu den Meinungen aller Nachbarn erreicht.

Ein Termin wäre mit Frau Blendow, Büro Rieckhof, abzustimmen.

gez. Beate Winkler-Pedernera, 21.02.11

Aufgeschreckt durch die Ankündigung der Stade Tourismus-GmbH im Frühjahr 2009 ab Ottenbeck norddeutsche Inseln anzufliegen hat sich das OF der Thematik gründlich gewidmet.

Uns schien die Verschiebung der Landebahn, die uns in den Infogesprächen mit dem Bürgermeister Rieckhof angekündigt wurde plötzlich nicht mehr so harmlos. In ausführlichen Gesprächen mit Herrn Schröder-Doms, Herrn Jacobs, Herrn Scheven sowie Herrn Rieckhof erfuhren wir folgendes:

Status Flughafen Stade-Ottenbeck

  • Wir haben keinen Verkehrsflughafen sondern einen Sonderlandeplatz der Klasse 3.
  • Damit dürfen Flugzeuge bis 5 t starten und landen, wenn ausreichend Sicht besteht. Mehr Gewicht kann die Landebahn von der baulichen Stärke nicht verkraften.
  • Die Landebahn ist 600m lang und 15 m breit.
  • Die Flugbewegungen sind in der Anzahl nicht beschränkt und belaufen sich jährlich auf ca. 2500 Starts und Landungen.
  • Die Lärmemissionen dürfen für unser allgemeines Wohngebiet 55 Dezibel nicht überschreiten. Diese Stärke wird in der Nähe vom südlichen Neubaugebiet (Justus-Delbrück-Weg) bereits erreicht.

Geplante bauliche Veränderungen

  • Durch den geplanten Bau der K30 muss die Landebahn in östlicher Richtung „verschoben“ werden. Der Aufsetzpunkt für die Landungen aus östlicher Richtung liegt ca. 200 m westlicher d.h. in Richtung Ottenbeck ( Kurt-Tucholsky-Weg).
  • Die Landebahnen der Motorflieger und der Segelflieger werden zu dem Zweck miteinander verbunden, so dass die bisherigen 650 m auf 900 m verlängert werden. Mit 900 m Länge könnte die nächsthöhere Sonderlandeplatz Klasse 2 erreicht werden. Dazu ist aber auch eine Verbreiterung auf 23m erforderlich, die zwar in früheren Plänen angedacht und auch schon eingezeichnet war, zur Zeit aber nicht beabsichtigt ist.

Hypothese: Langfristige Mehrnutzung des Flughafens sowie Umklassifizierung

Wir haben uns bei anderen Flughäfen informiert, um Anforderungen, zeitliche Abläufe, Möglichkeiten der Einflußnahme und Einsprüche, etc. zu klären.

Die Landebahn in Ottenbeck bietet kaum Voraussetzungen für einen deutlich höherwertigen Ausbau:

  • Für schwerere Maschinen müsste die Landebahn komplett neu angelegt werden
  • die Änderung in einen Flughafen mit Instrumentenflug erfordern Tower, dessen Besatzung sowie umfangreiche bauliche Veränderungen
  • Durch das neue Gewerbegebiet im Süden des Landeplatzes stehen wenig Flächen für Infrastruktur zur Verfügung
  • die Nähe zu Ottenbeck, die u.a. durch ein Lärmschutzgutachten manifestiert wird, läßt einen deutlich erweiterten Flughafenbetrieb vermutlich nicht zu.
  • Die Renaturierung der Heidbeck westlich sowie die K30 östlich begrenzen einen Ausbau über 900 m hinaus.

Nach allen uns zur Verfügung stehenden Informationen, Äußerung der Stadt Stade sowie der politischen Parteien ist eine Änderung des bestehenden Status in einen „Flughafenbetrieb“ weder geplant noch wirtschaftlich sinnvoll.

Haltung der Stadt Stade und der politischen Parteien

Die Verwaltung der Stadt Stade haben uns in diesem Zusammenhang auch auf das im Süden entstehende Gewerbegebiet hingewiesen. Hier soll für Unternehmen die Möglichkeit bestehen, die Landebahn nutzen zu können, um „flugaffine“ Unternehmen anzusiedeln. Es ist wohlgemerkt nicht von einem ausufernden Flugbetrieb auszugehen.

Alle politischen Parteien teilen diese Haltung. Je nach politischer Ausrichtung werden dabei ökologische oder ökonomische Faktoren mehr oder weniger berücksichtigt. Alle politischen Parteien konnten glaubhaft versichern, einen Ausbau des Landeplatzes nicht zu planen. Wir bedanken uns bei allen politischen Parteien, für ihre Aufgeschlossenheit für unsere Interessenslage und die Bereitschaft, sich mit uns auseinander zu setzen.

Mitstreiter und Leidensgenossen

In Hagen gab es mögliche Betroffene eines (hypothetischen) Flughafenbetriebes. Nach einem kurzen Austausch der zugrundeliegenden Informationen können wir davon ausgehen, dass auch dort die Entwicklungen mit einem wachen Auge begleitet werden.

Sollte sich der Status der Landebahn jemals in Richtung Flughafenbetrieb ändern, haben wir genug Protestpotential, auch unterstützt durch die politischen Parteien, um hier entschlossen und nachhaltig aufzutreten.

Aber nochmals: derzeit ist davon nicht auszugehen, weil Niemand derartiges plant und auch kein Betreiber existiert.

Der Bebauungsplan zum Gebiet wird diese Tage im Rathaus ausgelegt. Die genauen Formulierungen werden wir sicher nochmals in Augenschein nehmen, gehen aber nicht von einer veränderten Sachlage aus.

Sonderthema: Touristische Nutzung der Landebahn

Die Stade Tourismus-GmbH hat mit den „Inselflügen“, also Direktflügen zu den norddeutschen Inseln aus Stade, einen Coup gelandet. Zumindest wurden nicht nur die Bürger, sondern auch alle politischen Parteien und städtischen Institutionen überrascht. Der Erfolg der Inselflüge rechtfertigt dieses Angebot offensichtlich. Die Flugbewegungen als solche sind formal innerhalb der bestehenden Genehmigungen nicht zu beanstanden. In einem Gespräch mit dem Leiter der Stade Tourismus-GmbH, Herrn Ahrens, wurden unsere Bedenken hinsichtlich des Lärmes diskutiert. Es wurde uns versichert, das ein Ausbau der Flugbewegung nur in einem überschaubaren Rahmen stattfindet und man im Sinne des touristischen Portfolios der Stadt Stade die Palette eben etwas erweitert hat. Flüge mit einer höheren Anzahl der Fluggäste und daraus notwendigeren größeren Flugzeugen scheitern an den oben beschriebenen Restriktionen des Landeplatzes. Wir brauchen keine Befürchtungen haben, daß sich hier ein Zustand analog Lübeck oder Uelzen einstellt.

In dem Sinne hoffen wir vom Vorstand und Beirat des Ottenbecker Forums allen Anwohnern und Anwohnerinnen Ottenbecks einen guten Dienst geleistet zu haben. Wir wünschen weiterhin viel Spaß mit dem Sportflughafenbetrieb, den wir kennen und ein paar Inselhoppern dazu!

Die Projektgruppe „ Sonderlandplatz“ nahm im Vorfeld der Ausschusssitzung zu allen Parteien und zur Verwaltung der Stadt Kontakt auf. Mitglieder vom OF waren am 4.6. mit dabei:

TAGEBLATT Online

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltfragen (ASU) votierte einstimmig für die Auslegung des Bebauungsplanes für die Seehafenerweiterung. Nicht so einhellig ging es bei der Frage zu, wie künftig planerisch der Stader Flugplatz in Ottenbeck dargestellt werden soll. Im Bebauungsplan für die Erweiterung des Industriegebiets Ottenbeck (Teile des ehemaligen BMW-Geländes) ist der Flugplatz als “Sonderlandeplatz” festgeschrieben. Dabei soll die Landebahn aus “Sicherheitsgründen”, wie es die Verwaltung formuliert, von 650 auf 900 Meter verlängert werden.
Grüne und Teile der SPD fürchten nun offenbar, dass dadurch bereits eine Umstufung des Flughafens in eine andere Kategorie vorbereitet würde, wie Henning Münnecke (Grüne) meinte. Das bedeutete dann mehr Flugverkehr und damit mehr Lärm und Belastung für die Ottenbecker. Sie stimmten gegen die Planung.

Gekürzter Artikel vom 06.06.2009